Immer im Fluss

Nachdem ich in meinem letzten Blog ‚am Anfang war der Weg‘ dargestellt habe, dass uns Krisen dazu animieren, uns selbst zu hinterfragen und welchen Part ich in diesem Zusammenhang darstelle, möchte ich heute einen Eindruck vermitteln, dass der daraus resultierende Weg das Ziel ist.

Der amerikanische Arzt Dr. Andrew Taylor Still (1828-1917), der die Osteopathie „entdeckt“ hat, hat uns den treffenden Satz ‚Alles Leben ist Bewegung‘ hinterlassen. Seit ich diese Worte zum ersten Mal hörte, habe ich sie immer wieder auf neue Art für mich begriffen. Sie umschreiben den Umstand, dass das Leben, so auch wir selbst, immer im Fluss sind. Sobald Stillstand droht, droht Krankheit und zuletzt Untergang.

Wie kann ich nun im Fluss bleiben? Meiner tiefsten Überzeugung nach, indem ich stets neugierig auf persönliches/seelisches Wachstum bin und dabei meinen sich erweiternden Fähigkeiten vertraue.

Nicht nur du als Fragesteller*in in einer Sitzung lernst dazu sondern auch ich.

Als ich mich meinem Osteopathie Studium widmete, hatte ich die wundervolle Möglichkeit, meine Fähigkeit, zu fühlen, weit auszubauen. Während wir im ersten Jahr noch Mühe hatten, außer Haaren, Pickeln, Gelenkbeweglichkeit noch an mehr Informationen aus dem Körper zu gelangen, war es im Abschlussjahr ein Selbstverständliches, dem Gewebe grundlegende Informationen zu entlocken. Etwaige Ursachen eines überreizten Magens, das Spüren der Symtome bei Migräne oder den Schmerz einer Frau weil sie nicht schwanger wurde.
Um darzulegen, wie das funktioniert, nehme ich gerne einen Muskel als Beispiel: Wer Krafttraining absolviert, sorgt für einen Massezuwachs der Muskulatur. So verhält es sich mit allen Dingen, die wir schulen. Indem ich jeden Tag intensiv mein Fühlen unter Anleitung sowie später ohne, trainierte, konnte ich gute Resultate bei meiner Arbeit erzielen.

Weitere Fortbildungen förderten meine Fähigkeiten, die ich vermag, in eine Sitzung mit ein zu bringen.

Es dauerte eine ganze Weile, bis mir klar wurde, dass Fühlen nur ein Teil des Möglichen ist. Irgendwann fiel mir auf, dass ich vor Eintreffen eines Briefes wusste, dass da was kommt oder dass ich beim Klingeln des Telefons schon wusste, wer dran ist oder dass ich für meine Freundin das passende Geschenk ausgesucht hatte, ohne dass ich von ihrem Wunsch wusste. Wissend nennt man diese sehr verbreitete Eigenschaft, die den in der Quantenphysik beschriebenen Umstand beschreibt, dass wir alle von einem (morphogenetischen) Feld umgeben sind, dass sämtliche Informationen in sich birgt und dessen wir in der Lage sind, uns zu bedienen.

Auch hörend und sehend fallen in diesen Bereich. Alle Qualitäten sind bei jedem von uns angelegt, nur oft durch Angst vor Verurteilung, Ablehnung oder anderen Umständen blockiert. Wenn wir statt dessen zu dem stehen, was wir sind, können wir all unsere Fähigkeiten zu unserem Wohle und zum Wohle Aller einsetzen.

Lassen wir uns von ihnen leiten, landen wir nicht mehr in angreifenden Situationen und können unser volles Potential ausschöpfen.

Vielleicht fällt es dir schwer, das Besondere an dir zu erkennen oder damit umzugehen. Wenn dies der Fall ist, melde dich gern bei mir!

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